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Christian Winter ist im Vordergrund abgebildet. Im Hintergrund ist eine SPD-Veranstaltung im Landgestüt Redefin zu sehen. Foto: Silke-Maria Preßentin

Die SPD und ich

22. Mai 2005, kurz vor meinem 18. Geburtstag: Durch eine historische Wahlniederlage in NRW kündigt der Kanzler sich vorgezogene Bundestagswahlen an. Warum war das die Initialzündung mich "lebenslänglich" an eine Partei binden zu wollen?
Christian Winter, WK19 Foto: Susie Knoll

Bereits mit Beginn der Oberstufe interessierte ich mich immer stärker für Politik, infomierte mich über aktuelle Debatten und Streitthemen. Die SPD stand damals für mehr Ganztagsschulen, fortschrittliche Familienpolitik, globale Vermittlung, stellte sich gegen Studiengebühren und Atomkraft.
Die Agenda 2010 sehe ich kritisch, aber politisch bewegte sich damals was! Die Reformen der rot-grünen Bundesregierung waren sicher nicht uneingeschränkt zu unterstützen. Aber die Ideale der SPD stimmten und verändern kann nur, wer sich aktiv einbringt!

Mehrere Personen stehen, von oben fotografiert, im Kreis. Christian Winter ist dabei in der Mitte zu sehen. Foto: Jusos Brandenburg
Schnell mittendrin: 2008 werden Anträge bei der Landeskonferenz der Jusos Brandenburg heiß diskutiert.

Während des Bundestagswahlkampfes 2005 lernte ich in Brandenburg die SPD und ihre Jugendorganisation, die Jusos, kennen. Gerade die gemeinsame politische und inhaltliche Arbeit sowie das Durchführen von Aktionen mit anderen jungen Menschen zog mich in den Bann. In den Folgejahren führte ich die Geschicke der Jusos Prignitz und brachte mich intensiv in den Landesverband der Brandenburger Jungsozialist*innen ein.

Mit dem Studienbeginn in Berlin kümmerte ich mich verstärkt um die bundespolitische und internationale Arbeit meines damaligen Landesverbandes. An der Technischen Universität Berlin belebte ich 2008 die Juso-Hochschulgruppe wieder, für die ich zwei Jahre im Studierendenparlament der TU saß.

Christian Winter steht am Redepult auf der Landeskonferenz 2017 der Jusos MV. Foto: Jusos Mecklenburg-Vorpommern
Ab 2017 geht es politisch in die Offensive, hier als Landesvorsitzender der Jusos Mecklenburg-Vorpommern.

Mit meiner Rückkehr nach Mecklenburg und dem "Wurzeln schlagen" hier wollte ich politisch gestalten. Die Jusos Mecklenburg-Vorpommern wählten mich im April 2017 zu ihrem Landesvorsitzenden und damit begann ein intensives Jahr auf der politischen Achterbahn: Führungswechsel in der Landes-SPD, Bundestagswahl 2017, die Jusos initiieren die Erneuerung der SPD MV und machen Anfang 2018 Kampagne gegen die Großen Koalition-in Mecklenburg-Vorpommern mit mir an der Spitze. In dieser Zeit wird mein politisches Ehrenamt zum manchmal unbezahlten Vollzeitjob.

Trotz eines klaren Mitgliedervotum für die "GroKo", heißt es für mich: "Jetzt erst recht!". Die SPD Mecklenburg-Vorpommern zeigen Gestaltungswillen, Offenheit für Veränderung von der Basis und das Einbinden junger Leute.
Nach vier Jahren im Juso-Landesvorstand bleibe ich als Vorsitzender des Ortsvereins in Neustadt_Glewe, als Mitglied im Kreisvorstand der SPD LUP sowie im Landesparteirat weiter am Ball! Nachhaltige Veränderung braucht einen langen Atem.

Ich bin überzeugt, dass Politik Köpfe mitten aus dem Leben braucht. Dass sich der Grad an Zukunftsfähigkeit am Willen zum wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fortschritt misst. Dass es Zeit für neue Koalitionsoptionen ist.

Das ist für mich die Konsequenz: 2021 kandidiere ich für den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns!


Es ist unsere Zeit.