„Ab 1. Mai soll es wieder rollen“ – und die Voraussetzungen dafür stehen gut. Die umfangreichen Bauarbeiten im Zuge der Generalsanierung liegen aktuell im Zeitplan. Nach etwas mehr als der Hälfte der Sperrzeit bot sich nun die Gelegenheit, einen genaueren Blick auf den Stand der Arbeiten zu werfen.

Der Staatssekretär für Infrastruktur des Landes Mecklenburg-Vorpommern machte sich vor Ort ein Bild von den Fortschritten. 

 

Eine Baustelle mit enormem Umfang

Der Umfang der Maßnahmen ist beachtlich. Erneuert werden nicht nur Gleis- und Weichenanlagen, sondern auch Oberleitungen und Signalanlagen. Ein besonderer Fokus liegt in Ludwigslust zudem auf dem Bahnhofsgebäude und den Bahnsteigen.

Ein echtes Großprojekt ist der Neubau der über 150 Jahre alten Brücke über den Ludwigsluster Kanal, die vollständig ersetzt wird. Sie ist damit das größte Ingenieurbauwerk im Rahmen der Generalsanierung.

 

Mehr Komfort, mehr Barrierefreiheit, bessere Anschlüsse

Für die Fahrgäste bringt die Sanierung spürbare Verbesserungen:

  • Längere Bahnsteige, an denen künftig auch moderne und längere ICE-Züge halten können
  • Mehr Überdachungen und besserer Wetterschutz
  • Barrierefreiheit (erstmals in der Geschichte des Bahnhofs Ludwigslust)

Der bisherige Fußgängertunnel wurde im Zuge der Arbeiten bereits zurückgebaut. Dafür sorgt eine neue Weichenführung künftig für deutlich einfachere Umstiege, insbesondere in und aus Richtung Schwerin.

 

Arbeiten trotz Winter im Plan

Auch der Wintereinbruch konnte den Baufortschritt bislang nicht ausbremsen:

  • Gleis- und Weichenanlagen sind nahezu vollständig erneuert
  • Die neue Kanalbrücke ist bereits zu rund 66 Prozent fertiggestellt
  • Die Oberleitungsarbeiten starten planmäßig im Februar und sollen im März abgeschlossen sein

Parallel dazu laufen seit mittlerweile fünf Jahren die Arbeiten am Tunnel in Ludwigslust. Der Fuß- und Radverkehr nutzt ihn bereits, in der zweiten Jahreshälfte soll auch der Straßenverkehr unter der dann wieder in Betrieb befindlichen Bahnstrecke rollen.

 

Beeindruckende Einblicke in Deutschlands größter Baustelle

Mein Dank gilt der Deutschen Bahn sowie den ausführenden Bauunternehmen für die offenen Einblicke und die ausführlichen Erläuterungen. Mit einer Länge von über 200 Kilometern handelt es sich um die größte Baustelle Deutschlands und erst vor Ort wird deutlich, welche enorme technische und logistische Komplexität dahintersteckt.

Der Weg ist anspruchsvoll, aber er lohnt sich: Für einen leistungsfähigen, modernen und zukunftsfesten Bahnverkehr in unserer Region.