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Christian Winter steht mit einem Schild "Nazis den Vogel zeigen" von Stroch Heinar vor dem Zebef in Ludwigslust. Foto: Willem Smakman
Christian Winter ist seit dem 22. Februar jeden Montag dabei, um "Nazis den Vogel zu zeigen" und für Solidarität in der Corona-Krise zu werben.

26. März 2021: Das fünfte Mal „Ludwigslust spaziert nicht mit Nazis“ - Erfolg zum kleinen Jubiläum

Aus dem mutigen Aufruf "Ludwigslust spaziert nicht mit Nazis" von Kati Ulrich Jonas Liedtke entwicklete sich eine Bürgerinitiative, die seit Wochen jeden Montag erfolgreich für den Zusammenhalt in der Corona-Krise Menschen aus Ludwigslust und der Umgebung anzieht.

Seit 22. Februar 2021 findet jeden Montag eine Demonstration unter dem Motto „Solidarisch durch die Krise-Ludwigslust spaziert nicht mit Nazis“ statt. Hintergrund ist eine Protestveranstaltung, angemeldet von der von bekannten Rechtsextremen geführten Kreistagsfraktion „Heimat und Identität“. Diese Demonstration soll ein Protest gegen die Corona-Restriktionen darstellen. Allerdings wird bei deren Veranstaltungen auch mit absurden Verschwörungsmythen gespielt, demokratische Prinzipien sowie die pluralistische Gesellschaft werden in Frage gestellt und es wird von der „Überwindung des Systems“ schwadroniert.

Kritik gegen die Corona-Politik ist erlaubt und natürlich auch offener Protest dazu auf der Straße. Allerdings ist sich gegen ein Instrumentalisierung zu wehren, mit der offensichtlich völkische Demagogie verbreitet und so die Angst der Menschen auszunutzet werden soll.

Fünf Montage nacheinander fanden sich viele Unterstützer*innen für Solidarität und gegen rechte Hetze in Ludwigslust, nahe des Bahnhofs, auf der Schloßstraße oder am Alexandrinenplatz, zusammen. Schnell gab es überparteilichen Rückenwind aus dem demokratischen Spektrum und der Ludwigsluster Stadtvertretung. In dieser Zeit „pausierte“ die Veranstaltung der Rechtsextremen zweimal, so dass am 22. März mit Redebeträgen der Stadtoberhäupter von Ludwigslust und Neustadt-Glewe sowie einer Schülerin des Ludwigsluster Gymnasiums das Anliegen der Initiative im Mittelpunkt stehen konnte, statt des Fokus auf den Gegenprotest. Mit etwa 50 Teilnehmenden fand sich ein starkes Publikum, das mit Anstand und Abstand für unsere gesellschaftlichen Zusammenhalt applaudierte, der auch von der wichtige Debatte über den richtigen Weg aus der Corona-Krise nicht in Frage gestellt werden darf.

Am 29. März wird eine Mahnwache vor dem Zebef am Alexandrinenplatz in Ludwigslust stattfinden, um eine echte Strategie aus der Pandemie zu fordern und gegen rechte Stimmungsmache Flagge zu zeigen. „Heimat und Identität“ hat zunächst seine Proteste in Ludwigslust aufgegeben und plant eine Veranstaltung in Hagenow.

Mehrere Menschen stehe mit großen Abständen vor dem Zebef in Ludwigslust. Die Neustädter Bürgermeisterin Radelow steht am Mikrofon. Foto: Christian Winter
Am 22. März hören die weit im Rund verteilten Teilnehmenden der Bürgermeisterin von Neustadt-Glewe, Doreen Radelow, zu.

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